Koryû Uchinâdi Shochû Geiko mit Olaf Krey kyôshi am Frauensee (1.-9.8.26)

Das Sommerlager, traditionell am Frauensee, begann dieses Mal damit, dass wir uns zusammen im Speisesaal getroffen haben und eine kleine Theorie-Einheit durchgeführt haben. Dabei haben wir die japanischen Zeichen zum Thema Bun Bu Ryo Dô mit Naturmaterialien nachgestellt, siehe Bilder. Danach ging es um das Positionieren auf einer Skala von 1-10 zu verschiedenen Fragen wie z.B.: „Trätest du dem Militär freiwillig bei, wenn dein eigenes Land angegriffen werden würde?“, oder „Hast du einen eigenen Ansporn, um etwas aus dem theoretischen Hintergrund der Kampfkunst (z.B. Geschichte, Begriffe, Persönlichkeiten usw.) zu erfahren?“. 10 wäre die absolute Zustimmung und 1 die absolute Abneigung. Man musste oft länger nachdenken, da die Fragen meist komplex und tiefgründig waren und man konnte danach mit Karateka, die sich anders positioniert hatten, gegenseitig Gedanken austauschen.
Ein einzelner Tag lief meistens so ab: nach dem Aufstehen wurde gegessen und nach einer kurzen Pause war das erste Training an der Reihe; ein Waffentraining, unterrichtet von Olaf Krey, als Thema die Kata Tsuken Sunakake non Eku. Danach gab es Mittagessen und einen längere Pause. Mit frisch aufgefüllten Energiereserven ging es dann zum Karate-Trainig; hier war grundlegend das Thema die traditionelle Kata Aragaki Seisan und verschiedene Nyûmon-Formen, unterrichtet ebenfalls von Olaf Krey. Am Abend wurde wie üblich gekickt und geboxt, unter Anleitung von Felix Hommel und dann noch gegessen. An einem Tag wurde auch am Boden trainiert; hier lag die Verantwortung bei Andreas Seredin. Zwischendurch hatte man immer die Möglichkeit sich im See zu erfrischen, oder, wenn die Zeit nicht zu knapp wurde, zu duschen. Sobald es Abend wurde, konnte man sich zwischen verschiedenen Aktivitäten wie Volleyball, Singen oder Kartenspielen entscheiden. Was ich persönlich schön fand, war das Fahren mit dem Stand-Up-Paddle bei Sonnenuntergang auf dem Frauensee.



Der letzte Abend hieß Austausch über das Vergangene, Eindrücke teilen und für diejenigen, die sich dem bun auch über die gesamte Zeit gewidmet haben, Gedicht- bzw. Sonettpräsentation.Freiwilliger Teil der Theorieeinheit war, ein Sonett zu schreiben über das Sommerlager oder einen Gedanken, der einem während der Tage kam. Einige schöne Worte wurden in die Gruppe geteilt, die alle sehr treffend formuliert waren. Und kaum war man angekommen, hieß es Sachen packen und Heimreise antreten. Sieben Tage Training bei sommerlichsten Bedingungen und unter vollem Einsatz vergingen wie im Flug und doch merkt man deutlich die Anstrengung, die sich jedoch komplett gelohnt hat. Wir danken vielmals den bereits genannten Lehrern, allen Teilnehmern für den regen Austausch um bun bu und natürlich der Organisation im Hintergrund durch Dinah Kretschmer, sodass auch dieses Jahr das Sommerlager ein Highlight und Erfolg war. Daniel Ehedy & Leopold Felber
