Taisabaki Ōyō Jutsu- und Wandō-Kata-Seminar mit Olaf Krey kyōshi am 26./27.09.2026 in Bayreuth

Mit ganz viel Zeit und Geduld reise ich mal wieder mit dem Regionalverkehr nach Bayreuth. Eine nette Bekanntschaft im Zug, ein Lidl-Besuch zum Abendessen und eine späte Ankunft am Taidōkan Bayreuth. Wie so oft in den letzten Jahren bin ich dort von Freitag auf Samstag der einzige Schlafgast. Vertraute Umgebung, minimalistisches Leben, Vorfreude auf die anstehenden Seminar-Tage.

Mit dem Bus mache ich mich am nächsten Morgen auf zur diesjährigen Turnhalle. Dort erwarten mich schon ein Geburtstagskind, viele vertraute Gesichter und ein paar Basketbälle. Erst wird geschenkt, gedrückt und gepasst. Wenig später dann gefreut, gelacht und geworfen.

In überschaubarer Runde erwärmen wir zunächst unsere steifen Körper und widmen uns danach dem ersten Hauptthema, beziehungsweise der Lösung des Hauptthemas: Taisabaki kata. Die meisten schleifen unter Olafs Anleitung an Details, zwei Bayreuther Jungs lernen die Kata mit sehr viel Ausdauer von Grund auf neu. Später beschäftigen wir uns mit verschiedenen Aufgaben die zur Lösung hinführen: Taisabaki ōyō jutsu. Beim Üben der verschiedenen Anwendungen stehen diesmal nicht die klassischen Varianten im Vordergrund, sondern es werden sowohl von Olaf als auch den Teilnehmenden, neue funktionale Applikationen entwickelt. Das stellt auch die in großer Zahl vertretenen Yudansha vor Herausforderungen und ermöglicht so ein Üben auf ganz unterschiedlichen Niveaus.

Nach einem ersten anstrengenden Übungstag und (fast) allen ōyō jutsus verbringen wir den Nachmittag und Abend, anlässlich Dinahs Geburtstags, in einem Bayreuther Brauhaus. Neben vielen netten Gesprächen gibt es Kaffee und Kuchen, Bier und Braten sowie Mogelmotte und Mumpitz-Mütze (Thats not a hat).

Der nächste Tag hält, nach aufwärmenden ōyō jutsus, eine für die meisten neue Kata bereit: Wandō. Nach dem Erlernen des Solo-Ablaufs beschäftigen wir uns auch hier mit diversen Anwendungsmöglichkeiten und versuchen Parallelen zum Vortag zu erkennen. Die dem okinawanischen Bezirk Tomari zugeordnete Kata ist bezüglich ihrer Herkunft und ursprünglichen Ausführung jedoch weitestgehend ein Mysterium. In Bayreuth haben wir uns mit der von McCarthy sensei unterrichteten Version beschäftigt, welche er von Richard Kim erst lernte und später von Kinjo Hiroshi korrigiert bekam. Ich fand es noch besonders spannend, dass McCarthy sensei nach eigener Aussage, genau diese Kata in seiner aktiven Wettkampfzeit mehrfach und mit Erfolg anwenden konnte.

Ein ganz besonderer Dank an Dinah für die Orga und an Olaf fürs Unterrichten. Außerdem Danke an alle Teilnehmenden, die das Wochenende mit Leben und intensivem Üben gefüllt haben. Bis zum nächsten Mal 🙂 Friedrich Felber